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Twitter als Plattform für politische Kommunikation

Twitter ist eines der schnellsten Kommunikationsinstrumente im Internet.  Twitter ermöglicht in Echtzeit vom politischen Alltag, Vorhaben und Ereignissen zu berichten. Im Gegensatz zu anderen Kommunikationsplattformen im Social Web, bei dem der Pflegeaufwand teilweise sehr hoch ist, kann Twitter somit unkompliziert eingesetzt werden. Aus diesem Grund wird der Twitter-Account oftmals von den Politikern selbst bedient, was wiederum den wichtigen Aspekt der Authentizität fördert.

Sowohl bei den auszuwählenden Kommunikationsplattformen als auch in der eigentlichen Twitter-Kommunikation sind Glaubwürdigkeit und Authentizität entscheidende Kriterien. Damit der richtige Social Web-Mix gelingt, sollten nur Kommunikationsplattformen ausgewählt werden, die zum Gesamterscheinungsbild des Politikers passen. Da gerade Twitter sich schnell und einfach bedienen lässt, sollten die Tweets vom Absender selbst verfasst und verschickt werden. Das dabei auch mal Fehler, Missverständnisse oder Kuriositäten entstehen können, gibt der Kommunikation die notwendige Menschlichkeit.

Twitter Netzwerk mit relevanten Informationen schneller erreichen

Twitter bietet die Möglichkeit, Informationen neu zu kanalisieren und zu filtern. Diese Selektion erfolgt allein schon dadurch, dass jemand nur Nachrichten aus seinem Twitter-Netzwerk erhält. Das Twitter-Netzwerk sollte sich vor allem aus Personen zusammensetzen, die jemanden mit relevanten und interessanten Informationen versorgen können. Jede Nachricht, jeder Link der von einem Follower weitergeleitet wird, ist eine Art Empfehlung und wird bereits vom Versender als relevant und interessant eingestuft. Dies unterstreicht die zunehmende Bedeutung von Multiplikatoren und Empfehlungen für eine erfolgreiche Kommunikation.

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Twitternde Einbahnstraßen-Kommunikation

Für immer mehr Politiker gehört Twitter mittlerweile zum Kommunikationsalltag. Sie schätzen diese Plattform und pflegen ihren Account oftmals selbst oder mit Hilfe ihres Teams. Auch kommt es zum Austausch und Dialog mit dem Twitter-Netzwerk.

Betrachtet man die einzelnen Twitter-Accounts mancher Politiker, Parteien oder politischer Organisationen mal genauer, zeigt sich allerdings das Twitter oftmals noch sehr einseitig genutzt wird.

Die meisten Politiker haben zwar viele Follower, folgen allerdings selbst nur wenigen Personen. Klar, jeder direkter Follower hat wiederrum Follower in seinem Netzwerk, so dass sich gerade interessante Tweets gegebenenfalls schnell verbreiten lassen und indirekt zusätzlich noch mehr Personen erreicht werden können.

Mehr Interesse an den Tweets der Anderen

Folgen von Twitter Usern und lesen von Tweets kann mitunter sehr zeitintensiv sein – aber bei welchem anderen Medium kann man so schnell Stimmungen und Meinungen einholen.

Hilfreich können dabei individuelle Follower-Listen sein, diese können anhand unterschiedlicher Merkmale, Interessensgebieten oder Positionen schnell und einfach angelegt werden. So können Tweets noch schneller und zielgerichteter gelesen werden.

Allerdings nicht nur Politiker und Organisationen tun sich mit der wechselseitigen Kommunikation manchmal noch schwer, auch Unternehmen schöpfen die Potentiale noch nicht vollständig aus. So könnten Stimmungen und das Feedback der Follower hilfreich sein, um beispielsweise das Serviceangebot zu verbessern oder auch auf neue Ideen für Produkte zu kommen.

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Leitfaden für den richtigen Social Web Auftritt

Die Notwendigkeit einer Social Web Präsenz ist bei den meisten Unternehmen, Organisationen und Politikern mittlerweile angekommen. Auf der Suche nach der richtigen Strategie sollten allerdings ein paar wichtige Punkte beachtet werden.  Denn ist man erst mal im Netz unterwegs, gibt es kaum einen Weg zurück.

Ausdauer
Um im Social Web erfolgreich zu sein, bedarf es eines langen Atems über mindestens 12 bis 24 Monaten. Profile und Accounts sind schnell angelegt, braucht aber von Anfang an eine kontinuierliche Pflege und vor allem eine klare Strategie.
Empfehlung: Es muss regelmäßig etwas neues in den Netzwerken und Portalen passieren .

Autoren
Wer übernimmt das Schreiben und Einstellen von neuen Beiträgen und die Kommunikation mit den Fans und Freunden?
Empfehlung: Es ist ratsam von Anfang an ein festes „Redaktionsteam“ zu definieren. Das Social Web kennt keinen Urlaub oder Feiertage. Zudem bringt ein Team Abwechslung.

Themen
Welche Themen sind für Ihre Zielgruppe interessant und wann bringen Sie welches Thema?
Empfehlung: Setzen Sie Themenschwerpunkt und posten Sie zu wiederkehrenden Zeiten. So kann sich der Nutzer langfristig darauf einstellen. Erstellen Sie einen Themen-Kalender orientiert am aktuellen Vereinsgeschehen oder bspw. an saisonalen Ereignissen.

Kontrolle
Kontrolle nach innen und außen: wie viel ist notwendig und praktikabel?
Empfehlung: Definieren Sie im Redaktionsteam Guidelines zu Themen und Beiträgen. Behalten Sie Ihre Online-Auftritte täglich im Blick. Lassen Sie Kritik zu, so lange diese nicht beleidigend wird, und fordern Sie regelmäßig Nutzer auf mit Ihnen zu interagieren.

Authentizität
Passt Ihr Auftritt im Internet zu Ihrem gesamten Außenauftritt?
Empfehlung: Bleiben Sie authentisch, orientieren Sie sich an Ihrem üblichen Auftritt. Nur weil das Medium relativ jung ist, sollte man nicht die Sprache und das Image „wechseln“.

 

  

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Die Wirkung von sozialen Netzwerken in der Politik

Die sozialen Netzwerke im Internet werden immer wichtiger für die politische Kommunikation.
Ob Politiker oder Parteien – die Zahl der Facebook und Twitter Profile steigt rasant.
Dieser Trend wird sicher gerade im Vorfeld der nächsten Bundestagswahl noch zu nehmen.

Hier ein kurzer Überblick über die Wirkung von sozialen Netzwerken im politischen Kontext:

Quelle: Eigene Darstellung | Februar 2012

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Die Bedeutung des Internets für die politische Kommunikation

Das Meinungsinstitut Forsa kam bereits 2009 im Auftrag des IT-Branchenverbandes BITKOM im Rahmen einer repräsentativen Telefonumfrage zu folgenden Ergebnissen: Für drei Viertel der jungen Wähler zwischen 18- bis 29-Jahren ist das Internet inzwischen das führende Medium, wenn es sich über poltische Themen informieren möchte. 81 % der politisch interessierten Internet-Nutzer greifen hierzu auf Onlineangeboten von Zeitungen oder TV-Sendern zurück. Jeder Dritte nutzt als Quelle die Webseiten der jeweiligen Parteien.

Immer stärker an Bedeutung gewinnen laut der Studie schon damals die Kommunikationsplattformen des Social Web. Mehr als jeder fünfte Bundesbürger informiert sich bei Facbook, Xing, YouTube oder StudiVZ. 22 % der Jüngeren nutzen Diskussionsforen oder Blogs und zeigen damit ein besonders hohes politisches Interesse.[1]

Durch die vernetzte und interaktive Kommunikation verbreiten sich Debatten und Diskussionen viel schneller und weiter. Das kann dazu führen, dass viele Dinge bewusster und politischer wahrgenommen werden. Das Internet hat dadurch auch eine Kontrollfunktion und kann die Politik stärker in die Pflicht nehmen.

Die Tendenzen zeigen es deutlich: das Internet wird die politische Kommunikation nachhaltig verändern. Die Parteien und Politiker müssen Lösungen entwickeln, wie Sie auf die technologischen, gesellschaftlichen und kulturellen Veränderungen, die das Internet ausgelöst hat reagieren werden, um den Anschluss an den Wähler nicht zu verlieren.

[1] Vgl. BITKOM 2009 – Internet wird wahlentscheidend. (Quelle: http://www.bitkom.org/de/presse/57545_60749.aspx)

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