Leitfaden für den richtigen Social Web Auftritt

Die Notwendigkeit einer Social Web Präsenz ist bei den meisten Unternehmen, Organisationen und Politikern mittlerweile angekommen. Auf der Suche nach der richtigen Strategie sollten allerdings ein paar wichtige Punkte beachtet werden.  Denn ist man erst mal im Netz unterwegs, gibt es kaum einen Weg zurück.

Ausdauer
Um im Social Web erfolgreich zu sein, bedarf es eines langen Atems über mindestens 12 bis 24 Monaten. Profile und Accounts sind schnell angelegt, braucht aber von Anfang an eine kontinuierliche Pflege und vor allem eine klare Strategie.
Empfehlung: Es muss regelmäßig etwas neues in den Netzwerken und Portalen passieren .

Autoren
Wer übernimmt das Schreiben und Einstellen von neuen Beiträgen und die Kommunikation mit den Fans und Freunden?
Empfehlung: Es ist ratsam von Anfang an ein festes „Redaktionsteam“ zu definieren. Das Social Web kennt keinen Urlaub oder Feiertage. Zudem bringt ein Team Abwechslung.

Themen
Welche Themen sind für Ihre Zielgruppe interessant und wann bringen Sie welches Thema?
Empfehlung: Setzen Sie Themenschwerpunkt und posten Sie zu wiederkehrenden Zeiten. So kann sich der Nutzer langfristig darauf einstellen. Erstellen Sie einen Themen-Kalender orientiert am aktuellen Vereinsgeschehen oder bspw. an saisonalen Ereignissen.

Kontrolle
Kontrolle nach innen und außen: wie viel ist notwendig und praktikabel?
Empfehlung: Definieren Sie im Redaktionsteam Guidelines zu Themen und Beiträgen. Behalten Sie Ihre Online-Auftritte täglich im Blick. Lassen Sie Kritik zu, so lange diese nicht beleidigend wird, und fordern Sie regelmäßig Nutzer auf mit Ihnen zu interagieren.

Authentizität
Passt Ihr Auftritt im Internet zu Ihrem gesamten Außenauftritt?
Empfehlung: Bleiben Sie authentisch, orientieren Sie sich an Ihrem üblichen Auftritt. Nur weil das Medium relativ jung ist, sollte man nicht die Sprache und das Image „wechseln“.

 

  

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Die neuen Facebook-Fanseiten – mehr Platz für Politik?

Seit Anfang März 2012 gibt es die neuen Profilseiten, nicht nur für jeden privaten Facebook-User, sondern jetzt auch für die sogenannten Fanseiten. Unternehmen, Verbände oder Personen des öffentlichen Lebens können ab sofort ihr Profil darauf umstellen. Auch die ersten Politiker haben davon bereits Gebrauch gemacht. 

Über die Einführung der „neuen Profile“ wurde in den letzten Wochen bereits ausführlich diskutiert. Aber was ändert sich eigentlich? Nachfolgend werden ein paar neue Funktionen vorgestellt und wie diese sich auch auf die politische Kommunikation auswirken können.

Die sichtbarste Änderung ist das neue Titelbild. Das Covermotiv ist der „erste Eindruck“ von einer Fanseite. Gerade für Politiker und Parteien bietet es die Möglichkeit ein aktuelles Thema plakativ darzustellen und sorgt somit für mehr Aufmerksamkeit. Oder man nutzt die 851×315 Pixel Fläche ganz einfach zur Selbstdarstellung.

Generell setzt die neue Optik auf mehr Fläche und so können auch einzelne Beiträge mit größeren Bildern in der Timeline präsentiert werden.

Mit der „Highlight“ Funktion kann jede Woche ein Thema als Highlight gesetzt werden, welches dann sieben Tage prominent in der Timeline erscheint. So kann ein Thema auch ausführlicher und über mehrere Tage diskutiert werden.

Sich mit anderen Menschen zu vernetzen, sich auszutauschen und am Leben anderer teilzuhaben ist wohl der Grundgedanke von sozialen Netzwerken im Internet. Facebook zeigt zukünftig auf der Fanpage umfangreicher da, welchen Freunden die Seite noch gefällt und was sie darüber denken.

Gerade die Profile von Politikern im Social Web stehen oftmals unter besonderer Beobachtung und werden von der Öffentlichkeit kritisch beäugt. Ein wesentlicher Kritikpunkt richtet sich dabei auf die Aktualität eines Profils und die Intensität der Nutzung. Mit der neuen Timeline werden zeitliche Lücken auf den ersten Blick noch schneller sichtbar. Dieser „Profil-Lebenslauf“ ist gerade bei privaten Facebook-Profilen stark umstritten.

Bei Profilen von Politikern und Parteien bietet diese Funktion jedoch die Möglichkeiten jederzeit Standpunkte und Meinungen chronologisch nachzuvollziehen. Selbstverständlich gibt es auch bei der neuen Profil-Darstellung die Möglichkeit den „Beitrag löschen“ Button (zumindest für die offensichtliche Löschung) zu drücken.

Neben den mehr oder weniger offensichtlichen Änderungen, verspricht die neue Facebook Fanseite zudem neue Möglichkeiten der Seiten-Steuerung und zusätzliche Analysetools.

Zum 30.03.2012 werden dann alle Fanseiten automatisch auf das neue Profil umgestellt.

Mehr zur Umstellung und den neuen Funktionen gibt es auch hier: http://www.facebook.com/about/pages/

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Die Wirkung von sozialen Netzwerken in der Politik

Die sozialen Netzwerke im Internet werden immer wichtiger für die politische Kommunikation.
Ob Politiker oder Parteien – die Zahl der Facebook und Twitter Profile steigt rasant.
Dieser Trend wird sicher gerade im Vorfeld der nächsten Bundestagswahl noch zu nehmen.

Hier ein kurzer Überblick über die Wirkung von sozialen Netzwerken im politischen Kontext:

Quelle: Eigene Darstellung | Februar 2012

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Gauck, Demokratie und das Internet

„Jetzt also doch“ – so titelt SPIEGEL Online die Nominierung von Joachim Gauck am Montagmorgen. Der „Präsident der Herzen“ soll nun doch noch Bundespräsident werden.

Seine erste Kandidatur im Jahr 2010 löste gerade im Internet eine Welle der Begeisterung und Unterstützung aus. Seitdem hat sich viel getan – zu Guttenberg ist mit Hilfe des Internets über seine Doktorarbeit gestolpert und in den letzten Wochen hatte Christian Wulff ein Dauerabo für die Twitter Trendlisten.

Ein besonderes Anliegen von Joachim Gauck ist die Demokratie. Gerade in Zeiten anhaltender Politikverdrossenheit und den ersten Versuchen der Parteien von Bürgerbeteiligungen im Internet, wird es interessant sein, welche Ideen und Antworten der nächste Bundepräsident dazu finden wird.

Mit folgender Videobotschaft bedankte sich Joachim Gauck 2010 für die Unterstützung im Internet.

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Liquid Democracy ein Trend mit Zukunft?!

Es ist wohl das neue Zauberwort wenn es um politische Teilhabe im Internet geht. Fast jede Partei und seit letzter Woche auch die Bundesregierung, versuchen die Bürger „anzuzapfen“ oder lieber etwas freundlicher ausgedrückt, an politischen Entscheidungsprozessen teilhaben zu lassen.
Es werden „digitale Stammtische“ für Bürger eingerichtet, an denen sie ihre Vorschläge, Ideen und ihre Meinungen äußern können.

Für Parteien wie die Piraten, gehört die Online-Partizipation von Anfang an, zu einem zentralen Bestandteil des politischen Alltags. So kann jeder, auch ohne Mitgliedschaft, an Aktionen teilnehmen und sich in Wikis oder Foren an der Parteiarbeit aktiv beteiligen.

Unter dem Motto „Was wünschen Sie sich für unser Land im Jahr 2020?“ versucht die SPD-Bundestagsfraktion gerade gemeinsam mit dem Verein Liquid Democracy  e.V. eine Online-Debatte auszulösen. Interessierte Bürger, Organisationen und Fachleute können zu Positionspapieren von einzelnen Projektgruppen ihre Vorschläge und Antworten abgeben und darüber diskutieren.

Beim Zukunftsdialog der Bundesregierung gingen nach eigenen Angaben, in den ersten 24 Stunden bereits hunderte Vorschläge ein, die nun von einem Redaktionsteam geprüft werden. Das Projekt ist zeitlich befristet und endet nach mehreren Stufen im September 2012 mit einer Abschlussveranstaltung.

Quelle: Eigene Grafik | Plattformen der Parteien | Februar 2012

Quelle: Eigene Grafik | Plattformen der Parteien | Februar 2012

Es wird jedenfalls interessant sein, in welcher Form die Politik in den nächsten Monaten die neue digitale Teilhabe und deren Ergebnisse in die „analoge“ Welt übertragen wird. Denn nichts wäre fataler und würde die Politikverdrossenheit vieler Bürger weiter steigern, wenn den momentanen guten ersten Versuchen der Politik nach mehr Partizipation, die Nachhaltigkeit fehlen würde.

Klar nicht jede Frage, Anmerkung oder Idee kann beantwortet werden oder in einem Konzeptpapier einfließen. Alle Beteiligten sind inmitten einer Lern- und Experimentierphase, daher geht es vielmehr darum, einen Dialog zu schaffen, der von beiden Seiten intensiv und ernsthaft gewollt ist und so auch geführt wird.

Link zum Zukunftsdialog der SPD- Bundestagsfraktion:
https://zukunftsdialog.spdfraktion.de/
Link zum Dialog über Deutschland der Bundesregierung:
https://www.dialog-ueber-deutschland.de/DE/10-Dialog/dialog_node.html

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Die SPD Troika auf Facebook

Auch wenn die SPD sich immer noch nicht festlegen will, wer Ihr Kanzlerkandidat oder doch Kanzlerkandidatin werden soll, lohnt es sich mal wieder zu prüfen, wer bei Facebook die Nase vorn hat.

Wenn der Kandidat aus dem Kreis der Trojka ernannt werden soll, führt weiterhin Frank-Walter Steinmeier. Ansonsten liegt die NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft weit mit über 19.000 Freunden  im Facebook-Ranking vorn.

Die Troika - Stand 13.08.2012 | eigene Grafik

Die Troika – Stand 13.08.2012 | eigene Grafik

. Erst im Januar 2013 möchte sich die SPD auf einen Kanzlerkandidaten festlegen. Wer auch immer am Ende das Rennen machen wird, Steinmeier, Gabriel und Steinbrück sind natürlich auch im Social Web aktiv. So informieren, die SPD-Spitzenpolitiker Ihre Facebook-Freunde über politische Themen und geben mal mehr mal weniger Einblicke in Ihr Privatleben.

Die SPD-Troika auf Facebook

Die SPD-Troika auf Facebook

Interessant ist dabei die hohe Interaktions-Quote von Sigmar Gabriel so unterhalten sich aktuell 1.666 Facebook-Nutzer aktuell mit oder über den Parteivorsitzenden.

Der letzte Blick auf die Facebook-Aktivitäten der SPD-Trojka ist schon wieder ein wenig her. Seit dem 01.03.2012 hat jede Facebook Fanseite auch die Chronik-Ansicht. Zumindest auf den ersten Blick ist zumindest das Titelbild die sichtbarste Änderungen der Profile. Welche Auswirkungen die Umstellungen auf die Chronik-Ansicht für Politiker haben kann, wird hier in nächster Zeit auf http://www.somepo.de betrachtet.

SPD-Troika_März2012

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Die Woche der TV-Duelle

Der Countdown läuft nur noch wenige Tage, dann findet in Berlin die Wahl zum Abgeordnetenhaus statt. Wer sich bisher noch nicht festgelegt hat, kann sich diese Woche in diversen TV-Duellen ein Bild von den Spitzenkandidaten machen.

Besonders interessant kann das Format vom ZDF Infokanal werden, bei dem die Echtzeit-Beiträge der Twitter- und Facebook-Usern als interaktive Elemente in die Sendung integriert werden.

Hier die Termine der TV-Duelle im Überblick:

Dienstag 06.09.2011 | 20:15 Uhr                    TV Duell: Wowereit vs. Henkel         rbb fernsehen

Mittwoch 07.09.2011 | 20:00 Uhr                   log in – Kandidatencheck                  ZDF Info 

Dienstag 08.09.2011 | 20:15 Uhr                    TV Duell: Wowereit vs. Künast          rbb fernsehen

Für welches Duell man sich auch entscheidet, dank Twitter und Facebook wird jedes Duell zum interaktiven Medienerlebnis. Gerade Twitter zeigt hier seine große Stärke  – dank den sogenannten Haghtags (#ahw #wahl #berlin) kann man jederzeit einem Kommunikationsfluss prima folgen und mit anderen Twitter-Nutzern über die Duelle diskutieren.

Übrigens, auch diese Woche gibt es wieder Umfragen zu den TV-Duellen auf somepo.de. 

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Umfrage zum TV-Duell der Spitzenkandidaten

Zwei Tage nach dem Berlin-Duell zwischen Klaus Wowereit und Frank Henkel gibt es heute die nächste Runde rbb-TV-Duell.
Die Fragen werden wieder von rbb-Chefredakteur Christoph Singelnstein und rbb-Programmdirektorin Claudia Nothelle gestellt. Diesmal an die grünen Herausforderin Renate Künast und an den Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit. Auch dieses Duell dauert wieder 45 Minuten und beginnt um 20.15 Uhr.

Stimmen Sie mit ab!

Quelle: rbb-online.de | 08.09.2011

Quelle: rbb-online.de | 08.09.2011


Am Dienstagabend stellen sich der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit und sein CDU-Herausforderer Frank Henkel den Fragen der rbb-Moderatoren.

Quelle: rbb-online.de | 06.09.2011

Quelle: rbb-online.de | 06.09.2011

Stimmen Sie mit ab!

Am Dienstagabend findet das TV-Duell der Spitzenkandidaten zur Abgeordnetenhauswahl in Berlin statt. Wer wird die Nase vorn haben und die Zuschauer am besten überzeugen.

Stimmen Sie mit ab!

Quelle: rbb-online.de | Screenshot | 30.8.2011

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Die (interaktiven) Wahlduelle im TV

Geht es nach den Medien ist der Wahlkampf in Berlin schon fast gelaufen. Nachdem die Straßen seit Wochen mit Plakaten tapeziert sind und die meisten Kandidaten mal mehr, mal weniger im Internet aktiv sind, schaltet nun auch das Fernsehen auf Wahlkampf.

Am Dienstagabend findet im rbb fernsehen das TV-Duell der Spitzenkandidaten statt.
In der 60-minütigen Live-Sendung werden die fünf Spitzenkandidaten von rbb-Moderatoren befragt. Zudem kommen ausgewählte Jungwähler aus Berliner Schulen zu Wort.
Eine Interaktion oder sogar direkte Konfrontation mit Fragen und Kommentaren aus dem Social Web ist scheinbar nicht geplant.

Einen deutlich interaktiveren Ansatz versucht der ZDF Infokanal in Kooperation mit dem Tagesspiegel. So stellen sich die Spitzenkandidaten am 7. September 11 jeweils 45 Minuten den Fragen der Zuschauer. Neben Fragen die bereits jetzt eingereicht werden können, sind vor allem die Echtzeit-Beiträge der Twitter- und Facebook-Usern die interaktiven Elemente dieser Sendung. Die Beiträge werden in der Sendung aufgegriffen und von den Kandidaten live beantwortet.

Werden die inhaltlichen Erkenntnisse aus den Duellen  auch begrenzt sein und bald in Vergessenheit geraten, so werden die unterschiedlichen Formate sicherlich noch für  Gesprächsstoff sorgen und diskutiert. 

Quelle: tagesspiegel.de | Screenshot | 30.8.2011

Quelle: tagesspiegel.de | Screenshot | 30.8.2011

Quelle: rbb-online.de | Screenshot | 30.8.2011

Quelle: rbb-online.de | Screenshot | 30.8.2011

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Henkel hier… – Das Tele Town Hall Projekt

„….die neueste Methode der politischen Kommunikation“ so beschrieb der Tagesspiegel
am 5. April 2011 die erste Telefonkonferenz mit dem Spitzenkandidaten Frank Henkel.
So beantwortete der CDU-Spitzenkandidat in einer einstündigen Telefonkonferenz
die Fragen von interessierten Berlinerinnen und Berliner. Die Aktion fand im Rahmen der Diskussion um das Wahlprogramm der Berliner CDU statt. Die ein oder andere Antworte soll sich auch im 80-seitigen Wahlprogramm „100 Lösungen für Berlin“ wiederfinden.

Quelle: http://www.youtube.com/cduberlin | Ausschnitt Telefonkonferenz mit Frank Henkel | Stand: 24.08.2011

Quelle: http://www.youtube.com/user/cduberlin | Ausschnitt Telefonkonferenz mit Frank Henkel | Stand: 24.08.2011

In den USA sind die „Tele Town Halls“ schon lange sehr beliebt und werden zur direkten Kommunikation zwischen Kandidaten und Bürgern eingesetzt. In Deutschland war die CDU Berlin wirklich Vorreiter – nur bleibt offen warum es keine weiteren Ausgaben dieser „Bürger-Telefonsprechstunde“ gibt.  

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